Die Mistkratzerli (bei mir sinds zwei) mit Salz und Pfeffer würzen, 2 - 3 Knoblizehen geschält und je ein Rosmarinzweiglein in den Bauch stopfen. Alles in eine Gratinform mit Olivenöl ausgepinselt setzen und in der Mitte des auf 220 Grad vorgeheizten Ofens circa 10 Minuten braten. Nun die Mistkratzerli aufstellen - so tritt der ganze feine Saft aus - und extra trockenen Sherry (etwa 3 dl) dazu giessen. Weitere 20 bis 25 Minuten braten, so bis der Saft etwas eingedickt ist.
Samstag, 16. Januar 2010
Mistkratzerli mit Sherry
Nicht dass ihr denkt, ich hätte die letzten Tage nichts gekocht und nichts gegessen. Nein, dem war natürlich nicht so. Doch ich war am Rumrennen, mich bewerben, vorstellen und musste sogar ein vierstündiges Assessment über mich ergehen lassen. Doch heute habe ich genügend Zeit, um mich in der Küche zu verweilen und mich an den leckeren Zutaten für den zNacht zu freuen. Es gibt Mistkratzerli mit Sherry, dazu einen Safranrisotto und als Gemüse Rösliköhl.
Montag, 11. Januar 2010
Überbackene Schwarzbrotscheiben
Am Samstag habe ich wunderschöne kleine Williamsbirnen gekauft. Ein Grund, diese nun in ganz dünnen Scheiben zwischen feingeraffeltem Käse im Ofen auf Schwarzbrotscheiben zu überbacken. Ich würze den Käse immer noch ein bisschen mit einer Brise Curry - aber das ist Geschmackssache.
Dazu gibts Chicoreesalat an einem leichten Mayonnaisedressing. Herrlich, einfach und gut!
Sonntag, 10. Januar 2010
Spaghetti Bolognese und Oxtail-Claire
Zur Vorspeise haben wir für heute eine Oxtail-Claire Suppe vorgesehen. Ist zwar eine «wahnsinnige Arbeit» so ein Süppchen aus Ochsenschwanzstücken. Doch wir haben gestern bereits damit angefangen, die Fleischstücke mit Gemüse im Ofen braun anzurösten. Danach mit Cognac und Sherry abgelöscht und in einem grossen Topf mit Wasser, Salz, Pfeffer und Lorbeerblättern etwa 2 1/2 Stunden kochen lassen. Heute haben wir das Fleisch von den Knochen gelöst, in ein Tuperware abgefüllt und gepresst. (Hierfür habe ich eine wunderschöne Frauenstatue als Beschwerer auf dem Balkon :-), die in solchen Momenten Gold wert ist!) Jetzt wird alles durch ein Passiertuch geschüttet. Nochmals eine viertel Stunde aufkochen und «Brunoise Würfeli» aus Sellerie und Rüebli beigeben und mit Gewürzen verfeinern. Die kleinen Fleischstücken kurz vor dem Servieren in die heisse Suppe geben.
Die Bolognese hat auch ihre paar Stündchen - mit herrlichem Rotwein abgelöscht - vor sich hin geschnötterlet. Wie ich mich jetzt auf den zNacht freue!
Samstag, 9. Januar 2010
Milkenpastetli
Wir haben beschlossen, dass es heute zur Vorspeise feine Milkenpastetchen gibt. Wir - weil mir mein Liebster heute in der Küche hilft. Denn ich bin nicht unbedingt die «Pastetchenmacherin» und darum auf das Wissen meines gelernten Kochs schon etwas angewiesen.
Das mit den Milken (Kalbbries) ist so eine Sache. Die muss man zuerst in Wasser mit einem Schuss Essig pochieren und erkalten lassen. Anschliessend die Häutchen entfernen und in kleine Stückchen zupfen. Dann eine Bechamelsauce zubereiten (30 g Butter, 40 g Mehl, 1/2 Liter Milch). Zwiebeln mit den Champignionwürfeli andämpfen, Milken und Bechamelsauce beigeben und abschmecken. Die Sauce in die gebackenen Pastetchen füllen und mit frischer Petersilie garnieren. Ein Genuss!
Donnerstag, 7. Januar 2010
Kässpätzle
Heute hab ich wunderbare Kässpätzle (nach einem österreichischen Rezept) gemacht. Leider kann ich euch die genauen Zutaten und die Käsemischung nicht verraten, denn ihr Schweizer gebt ja das Appenzeller-Käse Rezept auch nicht öffentlich bekannt. :-) Geheimnisse sollen und wollen gepflegt sein. Doch eins kann ich euch verraten, über die Kässpätzle kommt eine Butter Schweisse mit goldbraun gerösteten Zwiebelringchen. Normal gibts in meinem Ländle dazu einen Kartoffelsalat (was ich übrigens nicht verstehe - ist ja viel zu mastig). Ich bevorzuge nix dazu und wenn schon einen Salat - dann Gurken oder Tomaten - eben was Leichtes zu den deftigen Chasspatzerln.
Mittwoch, 6. Januar 2010
Vorfreude oder Tröschterli
Meine Lieben.
Am 31.12.2009 bekam mein Schatzi einen Anruf, dass er nach Brasilien - genauer gesagt nach «Belo Horizonte» muss - um das Openair Kino dort aufzubauen und alles zu managen. Die Vorfreude ist gross. Denn wenn ich schon nicht ins Ausland kann - wenigstens er. Doch noch immer nicht kam das OK! Es dauert! Ein Kollege, der bereits in Australien beim Aufbau dabei war, könnte eben schnell mal nach Brasilien fliegen und dann wäre der Auftrag «flöten». Wir freuen uns dennoch auf einen hoffentlich positiven Bescheid und wenn es nicht klappt? Ja dann... Eben aus diesem Grund gibts heute für meinen Liebsten brasilianische Bohnen, etwas Trockenreis dazu und einen herzlichen Kuss. Manchmal kommt vielleicht alles anders... :-) Muss aber wegem dem ja nicht unbedingt schlechter sein, oder?
Dienstag, 5. Januar 2010
Omelette mit Champignons
Was für ein Tag! Zu meiner Freude durfte ich mal wieder ein Interview führen - so wie zu guten alten Zeiten bei der Gesundheit Sprechstunde. Tut gut, sich wenigstens für einen Nachmittag lang in einem Job zu fühlen:-)!
Heute mache ich mir einen gemütlichen Abend - mit Schaumbad und Kerzenduft. Darum soll es schnell und unkompliziert sein - das zNächtle. Da ich alleine bin, brutzel ich mir ein Omelette mit frischen Champignons. Wichtig ist, dass ihr die Pilzli mit den Zwiebeln und dem Knobli vorher cirka 4 Minuten goldbraun bratet und erst dann die gewürzte Eiermilch zugebt und bei mittlere Hitze etwa 8 Minuten gut stocken lässt. Dazu einen frischen Spinatsalat mit Dressing à la Sonita. Köstlich!
Montag, 4. Januar 2010
Schmorhaxen und Kartoffelstock
Die Realität hat mich eingeholt. Das heisst, Lernen ist mal wieder angesagt. Vorbei mit den gemütlichen und lustigen FEST-Tagen. Und darum gibts heute geschmorte Haxen mit Lauch, Rüebli, Zwiebeli und Knobli, mit Rotwein abgelöscht und feinen Gewürzen abgeschmeckt. Das geht schnell, denn in der Zeit, wo es in meiner Küche «schnötterlet» und herrlich duftet, kann ich mich der Aufbauorganisation und dem Prozessmanagement widmen.
Zu den Haxen werde ich einen selbstgemachten Kartoffelstock machen und zur Vorspeise einen frischen Nüsslisalat mit Croutons und Ei auf den Tisch zaubern. Warum kompliziert, wenns doch auch einfach geht, oder?
Sonntag, 3. Januar 2010
Happy new Year
Das alte Jahr hat absolut aufgestellt und lustig geendet: mit vielen Freunden, meinen Liebsten, lautem Gelächter, Käsfondue, Tischbomben und genügend Prosecco. Ich bin gespannt auf die nächsten 12 Monate - auf das Jahr 2010 und irgendwie auch felsenfest davon überzeugt, es kann nur besser werden wie 2009. Und darum gehts morgen mit meiner Kocherei, all dem «Eingemachten» und «Hausgemachten» mit Power und Freude weiter.Bleibt dran meine lieben Koch- und Genussfreunde.
Mittwoch, 30. Dezember 2009
Geschnetzeltes à la vigneronne
Heute kommt ein Freund von uns zum Nachtessen. Wir möchten das alte Jahr bei einem feinen Essen, einem guten Tropfen Wein und feinen Gesprächen langsam ausklingen lassen. Denn morgen bin auch ich an einem Silvester-Festchen im Rheintal eingeladen und DARF nichts kochen.
Nach langem Überlegen, was ich denn heute Abend auf den Tisch zaubern könnte, kam mir die Idee: Kalbsgeschnetzeltes à la vigneronne (Trauben), mit Rösti und Rotkraut. Als Vorspeise Blinis mit Ziegenkäse überbacken und als Dessert mal wieder Rumtopf mit Vanilleglace.
Rezept zum Geschnetzelten:
200 g Trauben waschen und halbieren. 500 g Kalbsgeschnetzeltes mit 1/2 TL Zimt, Salz, Pfeffer und ganz wenig Mehl mischen. Kurz aber kräftig anbraten. Zur Seite stellen. Eine Zwiebel fein hacken und mit 1 TL Mayoran andämpfen. 1 bis 1 1/2 dl Marsala und etwa 1 dl Fleischbouillon beigeben und eventuell nochmals mit Zimt, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Flüssigkeit zur Hälfte einkochen. Dann 2 dl Vollrahm und die Traubenhälften beigeben und 2 Minuten leise köcheln. Zum Schluss das Fleisch darunter ziehen und sofort servieren. Wie gesagt, Rösti passt besonders gut dazu.
Flammkuchen
Am Montag war ich bei einer Arbeitskollegin zum Geburtstag und Baby schauen eingeladen. Wir wurden göttlich bewirtet. Es gab eine Art fantastische Flammkuchen - einmal vegetarisch - einmal mit Schinken. Selbstverständlich musste ich bei so einem Genuss auch gleich die Gastgeberin nach dem Rezept fragen und kochte es gestern Abend gleich nach.
Es ist ganz einfach: Ihr nehmt einen Pizzateig (gibts überall fertig zu kaufen). Den ausgerollten Teig zuerst mit einer Gabel einstechen, dann bestreicht ihr ihn grosszügig mit Creme fraiche, nach Gusto würzen und zum Beispiel mit sehr klein geschnittenem Gemüse wie Peperoni oder Champignions belegen. Den Kuchen bei 180 Grad zirka 17 Minuten backen. In mundgerechte Häppchen schneiden und servieren. Schmeckt übrigens auch kalt super fein.
Montag, 28. Dezember 2009
Piccata Milanese
Meine Lieben.
Da ich noch Reste vom Filet von gestern habe, gibt es heute Piccata milanese. Kleine, mit Salz, Pfeffer gewürzte und Zitronensaft beträufelte Kalbsmedaillons in Mehl gestaubt, dann in geklopftem Ei mit geriebenen Parmeggano gewendet und anschliessend in reiner Butter auf beiden Seiten circa 3-4 Minuten goldbraun gebraten. Dazu bissfeste Spaghetti mit selbst gemachter Cherrytomatensauce. Als Vorspeise habe ich noch wenige Jalapenas mit etwas Meersalz. Und morgen - da koche ich mal was Vegetarisches.
Sonntag, 27. Dezember 2009
Filet mit Morcheln
Obwohl wir die letzen Tage bei Verwandten und Freunden herrlich exzellent gegessen haben, war es dennoch nicht so, dass wir schon heute einen Fastentag einlegten. Nein, wir gucken zur Zeit noch nix auf die Linie. Ich habe darum ein wunderbares Schweinsfilet (Bio) mit Morcheln und feinen Bandnüdeli gemacht. Dazu Kohlräbli als Gemüse. Als Vorspeise gabs Ruccolasalat mit einem frischen Advocadomousse und Croutins. Herrlich sag ich euch. So lässt es sich leben!
Freitag, 25. Dezember 2009
Pause
Meine Lieben.
Das Essen gestern mit dem zarten Roastbeef ist gelungen und wir hatten es fein - gemütlich - schön. Nun mache ich mit meiner Kocherei Pause bis am Sonntag, da ich jeden Tag bei Freunden und Verwandten eingeladen bin. Ihr habt da Verständnis, das weiss ich. Also bis Sonntag.
Herzgruss Sonja
Donnerstag, 24. Dezember 2009
Roastbeef
Ich mach mich jetzt dann auf den Weg zu meiner Schwester und dann nix wie ab in die Küche. Als Vorspeise gibts eine feine Minestrone, da eben nicht alle gerne Selleriecanape mit Kaviar haben, die ich gestern ausprobiert habe. Ja nu.
Zum Hauptgang servieren mein Liebster und ich ein schönes Roastbeef mit Gratin Dauphinoise nach einem französischen Rezept. Und natürlich dürfen Rüebli als Gemüsebeilage nicht fehlen. (Simi ist Aargauer!). Da die Schwiegereltern meiner Schwester Italiener sind, steht der Dessert fest: Panetone riesengross :-)
So, und nun wünsche ich euch allen eine wunderschöne Weihnacht. Und sind «schatzig» miteinander - am Fest der Liebe.
Mittwoch, 23. Dezember 2009
Selleriecanape mit Kaviar
Heute habe ich eine eventuelle Vorspeise für den Weihnachtsabend ausprobiert: Selleriecanape mit Kaviar. Einfach köstlich, wunderschön anzuschauen und super einfach zuzubereiten. Wir sind morgen bei meiner Schwester eingeladen und eines unserer «Gschänggli» ist, dass wir - mein Liebster und ich - kochen. Für so eine festliche Vorspeise braucht ihr 1 Sellerieknolle, Meersalz und Pfeffer, Creme fraiche, wenn möglich bester Kaviar (Beluga - aber Forellenkaviar geht auch), 1 Zweiglein Dill und wenig Blattgold.
Zubereitung: Den Sellerie schälen und in zirka 5 Millimeter dicke Scheiben schneiden. Mit einen Guetzli Ausstecher (Sterne oder Herzen) Formen ausstechen. In wenig Wasser mit dem Meersalz und ein Pfeffer bissfest garen. Anschliessend auskühlen lassen. Die Sellerieherzen oder Selleriesterne mit Haushaltspapier trocken tupfen und auf kleine Teller anrichten. Mit einem Mokkalöffeli Kaviar in die Mitte der Sellerieformen setzen. Wenig Creme fraiche über den Kaviar geben und mit ein bisschen Blattgold und dem Dill verzieren. Wirkt nicht nur edel, schmeckt auch so! Probierts aus, es lohnt sich.
Dienstag, 22. Dezember 2009
Alles kam anders
Tja. einmal mehr hab ich nix gekocht. Lasst mich bitte erklären.
Heute habe ich alle meine stellenlosen Freunde (ein Teil hat ja glücklicherweise einen Job gefunden) zum Aperöli getroffen. Und zu meiner Ueberraschung hats doch glatt auch was zum Essen gegeben. Feine Wurst-Käseplättle mit Gürkli und Silberzwiebeli. Dazu Prosecco Wasser und wer wollte sogar ein Bierchen - auch ohne Schaum :-). Es war schön, meine schatzige Familie von einst wieder zu sehen.
Mit soviel Freude in mir konnte ich einfach nix mehr kochen, einmachen oder in die Küche stehen. Habt Verständnis. Mogen gehe ich zwar auswärts zum Fondue, doch ich melde mich am Nachmittag mit was Feinem :-)!
Montag, 21. Dezember 2009
Randen-Kokossüppchen
Da ich mich heute am späten Nachmittag vorstellen darf, habe ich mir bereits ein Süppchen gekocht. So kann ich nach dem Gespräch ohne grossen Aufwand schnell an den Tisch sitzen und essen.
Zutaten:
Für die Suppe braucht ihr 1 Pack Randen, 1 Zwiebel, etwas Muskatnuss, Cayennepfeffer, Kräutersalz, 1/2 Liter Gemüsebouillon und etwa 2 dl Kokosmilch.
Zubereitung:
Die Randen in kleine Stücke schneiden und mit den Zwiebeln kurz andünsten. Mit der Bouillon aufgiessen und etwas eine halbe Stunden köcheln lassen, bis die Randen schön weich sind. MIt dem Stabmixer pürieren und mit den Gewürzen abschmecken. Erst ganz zum Schluss die Kokosmilch beigeben und unter Rühren nochmals fünf Minuten köcheln lassen.
Sonntag, 20. Dezember 2009
Dörrbohnen mit Kalbszüngli und Rollschinkli
Draussen ist es unglaublich kalt. Da braucht es was richtig «Währschaftes für den Bauch». Etwas das innerlich wärmt. Heute kocht mein Liebster. Die Schweizer Dörrbohnen aus dem Reformhaus hat er bereits gestern in Wasser eingeweicht. Das Kalbszüngli in einem Gemüsefond eine Stunde lang gekocht. Nun schmoren die Dörrbohnen zusammen mit dem Kalbszüngli und dem Rollschinkli noch mal etwa eine Stunde. Vor dem Servieren muss er das Züngli häuten und dünn aufschneiden. Als Beilagegibts Bouillonkartoffeln. Zur Vorspeise Muscheln an einem Apfelprosecco-Fond. Und wenn wir noch mögen, als Dessert meinen hausgemachten Rumtopf mit vielen Beeren.Und das Schöne ist, auch den Abwasch muss ich heute nicht selbst erledigen. Ich hab eben schon so was wie ein bisschen Weihnachten heut.
Samstag, 19. Dezember 2009
Beautiful Day
Yeah... Essen ist geil, aber was die Schweiz mit Nik, Judith und Mario mit der Aktion «Jeder Rappen zählt» hingekriegt hat: einfach fantastisch. Ich hab vor Freude und Glück schon lange nicht mehr so viele Tränen verloren. Und ja, Freunde - beim Ski-Weltcup kommt immer noch mein Österreichisches Blut zum Tragen, doch heute - ja da wäre sogar ich gerne eine Schweizerin. Heute bin ich einfach nur stolz.
7 Millionen - danke jedem und jeder Köchin, Geniesserin. ESSER - Hammer! Ach ja und bei uns gabs zum z'Nacht endlich mein geliebtes Fondue Bressane. Es war so köstlich wie der Abend genial :-)
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